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Aktuelles

Nicht–invasive Überwachung der Spiking-Aktivität von Gruppen von Hirnzellen im zentralen Nervensystem (Februar 2016)
3R-Info Bulletin 56
Die Elektroenzephalographie (EEG) misst elektrische Stromaktivitäten an der Kopfoberfläche. Für eine exakte topographische Lokalisation von pathologischen Prozessen, aber auch für ein besseres Verständnis der Bedeutung und Funktion der elektrischen Hirnaktivitäten, werden neue EEG-Analysemodelle entwickelt. Damit verbundene elektrische Aktivitätsmessungen des Gehirns mit hoher Auflösung werden experimentell im Tierversuch transkutan/transkranial gemacht und sind von Schweregrad 3. Dr. Gonzales Andino schlägt ein neues EEG-Analysemodell vor, das solche Messungen an der Kopfoberfläche erlauben würde. Das neue EEG-Modell konnte in seinen Grundzügen erfolgreich getestet und auch publiziert werden.
3R-Info Bulletin 56 | Projekt 119-10

Im 2016 keine Projektausschreibung (Dezember 2015)
Am 18. Dezember 2015 hat der Stiftungsrat beschlossen, im Jahre 2016 auf eine Projektausschreibung zu verzichten. Der Stiftungsrat bedauert, dass es nicht möglich ist, neue Projekte zu genehmigen. Bund und Interpharma werden die Mittel, welche bisher der Stiftung Forschung 3R zuflossen, inskünftig zu Gunsten des geplanten 3R-Kompetenzzentrums einsetzen.

Ein neues System für die in-vitro Produktion grosser Mengen von Basophilen-Zellen der Maus (Oktober 2015)
3R-Info Bulletin 55
Die Basophilen machen nur gerade 0.5% der weissen Blutkörperchen im Blut aus, scheinen aber eine wichtige Rolle zu spielen bei allergischen Reaktionen des Körpers sowie in der Modulation und Regulation von Immunantwort-Reaktionen. Die Erforschung und Klärung der Funktion dieser Zellen wird i.d.R. an Basophilen von Mäusen gemacht. Wegen ihrer sehr niedrigen Konzentration im Blut werden hierfür sehr viele Mäuse benötigt, um minimale Mengen dieser Zellen aus dem Blut isolieren zu können. Dem Forschungsteam von Dr. Kaufmann ist es gelungen, immortalisierte basophile Vorläuferzellen herzustellen, welche es erlauben, funktionstüchtige Basophile in praktisch unbegrenzter Anzahl in vitro verfügbar zu machen.
3R-Info Bulletin 55 | Projekt 127-11

Neues Projekt (September 2015)
Validierung eines neuen Verfahrens für die in-vitro-Untersuchungen der Schilddrüsenfunktion auf zellulärer Basis
PD Dr. Gerasimos Sykiotis, Service d'Endocrinologie, Diabétologie et Métabolisme, CHUV, Lausanne, Schweiz
Für experimentelle Untersuchungen zur Schilddrüsenfunktion und der Rolle ihrer Hormone werden in der Regel Ratten als Versuchstiere verwendet. Namentlich wegen der Kleinheit dieses Organs scheiden indessen zahlreiche Tiere in Experimenten aus methodischen Gründen aus (hohe Verlustquote). Vor kurzem gelang es, mit Hilfe von Stammzellen die Hormon produzierenden Einheiten der Schilddrüse, die Follikel, in vitro erfolgreich in dreidimensionaler Anordnung zu generieren, unter Beibehaltung einer wirksamen Funktionalität. Im vorgeschlagenen Projekt soll dieses neue in-vitro-Modell mit Mäusezellen validiert und geprüft werden, ob diverse pharmakologische und genetische Manipulationen an den Follikelzellen die dreidimensionale Follikelbildung sowie die Signalübermittlung im Rahmen der hormonalen Steuerung erwartungsgemäss und reproduzierbar beeinflussen.
Projekt 146-15

Neues Projekt (September 2015)
Schaffung eines neuen Rechenmodells, das die Beeinträchtigung des Fischwachstums durch Chemikalien voraussagen lässt
Prof. Dr. Kristin Schirmer, EAWAG, Dübendorf, Schweiz
Um die möglichen nachteiligen Nebenwirkungen von Chemikalien auf das biologische Wachstum von Organismen zu prüfen bzw. die potentielle Giftigkeit neuer chemischer Substanzen für den Gebrauch in Industrie und Haushalten zu erfassen, werden jährlich von Gesetzes wegen hunderttausende Fische in Versuchen belastet. Das Projekt zielt darauf ab, aufgrund von biologischen Toxizitäts-Test-Daten, welche mit Zellen von solchen Fischen in vitro erhoben werden, und mit Hilfe einer umfangreichen Datenbank, ein neues, computergestütztes Rechenmodell zu entwickeln, das erlauben soll, solche Tests in Zukunft rechnerisch durchzuführen.
Projekt 145-15

Neues Projekt (September 2015)
Entwicklung eines neuen dreidimensionalen Zellkulturmodells zum Studium der zellulären Interaktionen beim invasiv-destruktiven Wachstum von Krebszellen des Dickdarms und des Mastdarms
Prof. Dr. Curzio Rüegg, Departement für Medizin, Universität Freiburg, Schweiz
Die Überlebenschancen der von Dick- und Mastdarm-Krebs betroffenen Patienten werden vor allem durch die besonderen Fähigkeiten der Krebszellen massiv verschlechtert (Einwachsen in die lokalen Gewebe, welche diese Organe umgeben und Verbreitung im ganzen Körper durch Bildung von Ablegern). Die Mechanismen, welche diesen Zellen die besonderen Fähigkeiten verleihen, sind bis heute noch weitgehend unerforscht. Die verfügbaren Mausmodelle zum Studium der besonderen Krebszell-Fähigkeiten sind nur von beschränktem Nutzen. Die Gesuchsteller haben ein vielversprechendes neues in-vitro-Modell entwickelt, welches es erlaubt, zelluläre Interaktionen, wie sie sich bei dieser Art von invasivem Wachstum und der Ausbreitung abspielen, mit Hilfe von Bindegewebszellen sowie von Dick-/Mastdarmzellen zu untersuchen. Dieses Modell soll erweitert werden, unter Verwendung von weiteren, an diesem Prozess beteiligten Zellarten (Blutgefässzellen, Abwehrzellen etc) und von organähnlichen Konstrukten, welche die Krebszellbiologie in vitro besser simulieren.
Projekt 144-15

Neues Projekt (September 2015)
Ein in-vitro-Chip-Modell für die Lungenentzündung
Prof. Dr. Olivier Guenat, ARTORG Center, Lung Regeneration Tech, Universität Bern, Schweiz
Entzündliche Veränderungen im Lungengewebe führen oft zu ernsthaften Atembeschwerden. Die komplexen Abläufe, wie sie sich an der Luft-Blut-Schranke abspielen, den Gasaustausch beeinträchtigen, den Blut- und Gasfluss verändern und die Atemmechanik beeinflussen, werden in der Regel in Tierversuchen simuliert. Ziel dieses Projektes ist die Schaffung eines Lungenmodells auf einem Chip, der es erlauben wird, die verschiedenen Basisfunktionen der Lunge unter pathologischen Einflüssen, wie einer posttraumatischen Entzündung, zu untersuchen.
Projekt 143-15

Jahresbericht 2014 veröffentlicht (Juni 2015)
Am 26. Mai 2015 hat der Stiftungsrat den Jahresbericht 2014 über die Tätigkeit der Stiftung im Jahre 2014 verabschiedet und die Jahresrechnung genehmigt. Für Forschungsbeiträge wurden Fr. 401 912.85.00 ausbezahlt. Vier neue Projekte wurden genehmigt und acht Projektabschlüsse konnten gewürdigt werden. Der Stiftungsrat und der Expertenausschuss wurden für weitere vier Jahre wieder gewählt.
Jahresbericht 2014 | PDF-Version

Projektabschluss (Mai 2015)
Nicht–invasive Überwachung der Spiking-Aktivität von Gruppen von Hirnzellen im zentralen Nervensystem
PD Dr. Sara L. Gonzalez Andino, Laboratoire de neuroscience des microcircuits, EPFL, Lausanne, Schweiz
Die Elektroenzephalographie (EEG) misst elektrische Stromaktivitäten an der Kopfoberfläche. Für eine exakte topographische Lokalisation von pathologischen Prozessen, aber auch für ein besseres Verständnis der Bedeutung und Funktion der elektrischen Hirnaktivitäten, werden neue EEG-Analysemodelle entwickelt, welche die topographische Auflösung verbessern sollen, sodass Aussagen zur elektrischen Aktivität sogar auf dem topographischen Niveau von kleinen Nervenzellgruppen im Gehirn gemacht werden können. Elektrische Aktivitätsmessungen des Gehirns mit hoher Auflösung werden experimentell im Tierversuch transkutan/transkranial gemacht und sind von Schweregrad 3. Dr. Gonzales Andino schlägt ein neues EEG-Analysemodell vor, das solche Messungen an der Kopfoberfläche erlauben würde. Das neue EEG-Modell konnte in seinen Grundzügen erfolgreich getestet und auch publiziert werden. Die weiterführende Verfeinerung dieser Methode zum Erreichen der ursprünglich definierten Ziele bedarf jedoch weiterer Bearbeitung.
Projekt 119-10

Projektabschluss (Mai 2015)
Entwicklung einer in-vitro-Methode zur quantitativen Herstellung von Basophilen Blutzellen der Maus
Prof. Dr. Thomas Kaufmann, Institut für Pharmakologie, Universität Bern, Schweiz
Die weissen Blutkörperchen sind eine Mischung von verschiedenen Zellarten, die Krankheitserreger abwehren, welche in den Körper eindringen. Eine Unterpopulation dieser Zellen, die Basophilen, scheinen eine wichtige Rolle zu spielen bei allergischen Reaktionen des Körpers sowie in der Modulation und Regulation von Immunantwortreaktionen. Die Funktion dieser Zellen wird i.d.R. an Basophilen von Mäusen erforscht. Wegen ihrer sehr niedrigen Konzentration im Blut (0.5% der weissen Blutkörperchen) werden sehr viele Mäuse benötigt, um minimale Mengen dieser Zellen aus dem Blut isolieren zu können. Dem Forschungsteam von Prof. Kaufmann ist es gelungen, immortalisierte basophile Vorläuferzellen herzustellen, welche es erlauben, funktionstüchtige Basophilen in praktisch unbegrenzter Anzahl in vitro verfügbar zu machen.
Projekt 127-11

Projektabschluss (Mai 2015)
Etablierung eines in-vitro-Modells zum Studium der Reparaturvorgänge im Meniskus im Rahmen der orthopädischen Forschung
Prof. Dr. med. Ernst B. Hunziker, Center of Regenerative Medicine for Skeletal Tissues, Inselspital und Universität Bern, Schweiz
Verletzungen der Menisken, vor allem im Kniegelenk des Menschen, sind sehr häufig. Die chirurgische Entfernung verletzter Menisken führt in der Regel nach einigen Jahren zu einer Arthrose des Gelenks. Es werden deshalb grosse Anstrengungen unternommen, Meniskusverletzungen einer biologischen Heilung zuzuführen, um die negativen Spätfolgen der chirurgischen Entfernung zu vermeiden. Mittels des `Tissue Engineerings` unter Verwendung von Trägermaterialen, Regenerationszellen und Signalsubstanzen, welche die Heilungsvorgänge steuern sollen, werden solche Konzepte i.d.R. in Tierversuchen getestet. Ziel dieses Projektes war die Etablierung eines einfachen, kostengünstigen und standardisierten in-vitro-Meniskusmodelles, das die Simulation der Verletzung und der Heilungsabläufe in vitro auf der Basis von Schlachthofmaterial (von Kuh-Kniegelenken) erlaubt.
Projekt 130-11

Projektabschluss (Mai 2015)
Entwicklung von kardiovaskulären Simulatoren mit autoregulatorischen Eigenschaften
Prof. Dr. Stijn Vandenberghe, ARTORG, Center for Biomedical Research, Universität Bern, Schweiz
Für die Herzchirurgie werden laufend neue Materialien und Komponenten wie Herzklappen, Gefässwände etc. entwickelt. Die Testung dieser Komponenten auf Funktionalität, Dauerhaftigkeit, Verträglichkeit etc. erfolgt in schwer belastenden Tierversuchen. Ziel dieses Projektes war die Kreation einer experimentellen Herz-Kreislaufmaschine, welche solche Prüfungen und Tests, auch Langzeittests, in vitro erlauben wird. Dem Team von Prof. Vandenberghe ist es gelungen, eine realistische Herz-Kreislaufmaschine zu bauen, welche die hämodynamischen Gegebenheiten gut simuliert, und welche eine Steuerung (mit entsprechender Software) hat, die verschiedene pathologische Zustände simulieren lässt.
Projekt 134-12
Informationen für Gesuchsteller und Projektleiter

Termine

Schwerpunkte

Anleitung für eine Projektskizze

Anleitung für vertiefenden Projektbeschrieb

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