| Jahresbericht 2008 veröffentlicht (Juli 2009) |  | Am 28. Mai 2009 hat der Stiftungsrat den Jahresbericht 2008 über die Tätigkeit der Stiftung im Jahre 2008 verabschiedet und die Jahresrechnung genehmigt. Für Forschungsbeiträge wurden Fr. 553 360.00 ausbezahlt. 6 neue Projekte wurden genehmigt und zwei Projektabschlüsse konnten gewürdigt werden. Jahresbericht 2008 | PDF-Version |
| | Refined ex-vivo rodent heart model reduces in vivo experimentation (Juni 2009) |  | 3R-Info-Bulletin 40 Dr. Anna Bogdanova und ihre Arbeitsgruppe entwickelten einen Mini-Oxygenator für Mäuse- und Rattenherzen. Damit wird es möglich Untersuchungen an isolierten Herzen mit autologem Blut (vom selben Tier) durchzuführen, welche im Zusammenhang mit Herzerkrankungen stehen. Es geht um Fragestellungen, die bis anhin nur in belastenden Versuchen am Tier (heterotopische Herztransplantation) untersucht werden konnten. 3R-Info Bulletin 40 | Projekt 102-06 |
| | Neues Projekt (Mai 2009) |  | Entwicklung eines in vitro Tumor-Modells mit menschlichen Zellen als Ersatz zu Tierversuchen Dr. Olivier Preynat, Department of Pathology and Immunology, Faculty of Medicine, Genève Ein aus humanen Stammzellen rekonstruiertes gehirn-ähnliches Gewebe (Egineered Neural Tissue = ENT) soll mit einem glioblastom-ähnlichen Tumorgewebe (Engineered Glial Tumours= EGT) kombiniert werden. Daraus würde ein in vitro Modell entstehen, mit welchem die Interaktionen zwischen humanen Hirn- und Tumorzellen in vitro untersucht und potentielle, organspezifische Zytostatika geprüft werden könnten. Es wird erwartet, dass entsprechende Tiermodelle mit einem hohen Schweregrad reduziert werden können. Projekt 115-09 |
| | Projektabschluss (Mai 2009) |  | Adjuvanticity of microbial-derived particles and synthetic analogs in vitro Professor Elisabetta Padovan, PhD, Instituto Gulbenkian de Ciência, Oeiras, Portugal Gewisse Adjuvantien, welche das Immunsystem stimulieren, können auch toxische Nebenwirkungen auslösen. Um die Prüfung dieser unerwünschten Nebenwirkungen im Tierversuch zu reduzieren, wurde ein dreistufiges Zellkultursystem mit humanen Blutzellen (Monozyten, dendritische Zellen und T-Zellen) entwickelt. Damit können mögliche unerwünschte toxische sowie erwünschte, das Immunsystem stimulierende Eigenschaften erkannt werden. Infolgedessen kann die Belastung von Tieren durch die Prüfung in vivo weitgehend vermieden werden. Projekt 92-04 |
| | Projektabschluss (Mai 2009) |  | Assessment of pain and stress in mice by monitoring gene expression changes Dr. sc. nat. Paolo Cinelli, Institut für Labortierkunde, Universität Zürich In diesem Projekt wurde erfolgreich ein ex-vivo Modell eines Rattenherzens entwickelt, welches mit autologem Blut (vom selben Tier) perfundiert werden kann. Mit dieser Methode wird es möglich ex vivo Untersuchungen durchzuführen, welche bis anhin in belastenden Versuchen am Tier (heterotopische Herztransplantation) geschahen. Projekt 96-05 | 3R-Info Bulletin 39 |
| | Projektabschluss (Mai 2009) |  | Kontrollierte Blutperfusion von isolierten Rattenherzen: Ersatz der Herztransplantation an Ratten Dr. Anna Bogdanova, Institut für Veterinärphysiologie, Universität Zürich In diesem Projekt wurde erfolgreich ein ex-vivo Modell eines Rattenherzens entwickelt, welches mit autologem Blut (vom selben Tier) perfundiert werden kann. Mit dieser Methode wird es möglich ex vivo Untersuchungen durchzuführen, welche bis anhin in belastenden Versuchen am Tier (heterotopische Herztransplantation) geschahen. Projekt 102-06 | 3R-Info Bulletin 40 |
| | Projektabschluss (Mai 2009) |  | Entwicklung eines Zellkultursystems zur Gewinnung und Untersuchung von hämotrophen Mycoplasmen Prof. Dr. med. vet. Regina Hofmann-Lehmann, Veterinärmedizinisches Labor, Universität Zürich Das Ziel dieser Studie war es, die ethisch fragwürdige Vermehrung von Hämoplasmen in Wirtstieren (z.B. Schweinen) durch ein in vitro Kultursystems für M. suis abzulösen. Mit einem mycoplasma-spezifischen Medium, supplementiert mit fötalem Kälberserum, porcinem Embryonalextrakt und Transferrin gelang es, das M. suis Wachstum kontinuierlich zu erhalten. Somit können Untersuchungen über die Eigenschaften von M.suis. ohne eine vorhergehende Vermehrung in Wirtstieren durchgeführt werden. Projekt 104-06 |
| | Projektabschluss (Mai 2009) |  | Standardisierung und Vorvalidierung von “MucilAir: Ein neues in vitro Zell-Modell aus Epithelzellen der menschlichen Lunge zur Prüfung von Chemikalien auf ihre chronische und akute Toxizität Dr. Song Huang, Epithelix Sàrl, Plan-les-Ouates Das Kultursystem MucilAir, welches aus einem humanen Lungenepithel mit Flimmerepithel besteht, wurde erfolgreich geprüft: Die Protokolle konnten weiter standardisiert werden und von 9 Referenzsubstanzen (aus dem EU AcuteTox Projekt) wurde je eine Dosis-Effekt Beziehung erstellt. Die kultivierten Zellen zeigten einen stabilen Phänotyp und behielten ihre organspezifischen Eigenschaften. Projekt 106-07 |
| | Neues Projekt (März 2009) |  | Entwicklung eines ex-vivo Gewebemodels für die kardiovaskuläre Forschung und für die Abklärung von therapeutisch wichtigen Vorgängen in der Atherosklerosebehandlung. Prof. Dr. Patrick Hunziker und Dr. K. Bänziger, Universitätsspital Basel In der Atherosklerose Forschung (Ursache der Krankheit, therapeutische Möglichkeiten, Nanomedizin) werden viele Versuchstiere benötigt. In der Arbeitsgruppe von Prof. Patrick Hunziker am Universitätsspital Basel werden von Mäusen (mit fehlendem ApoE Gen) und aus menschlichem Material Arterien isoliert, diese in Kulturmedium verbracht und dort weiter untersucht. Damit können nicht nur Versuchstiere eingespart werden, sondern es wird auch abgeklärt, ob Unterschiede zwischen den Krankheitsbildern von Maus und Mensch bestehen. Projekt 111-08 |
| | Neues Projekt (März 2009) | | Ein neues in vitro Modell zur Qualitätsprüfung und Optimierung von künstlich hergestelltem Knorpel für die Reparatur von Gelenken Dr. Zhijie Luo und Prof. Dr. Jennifer Kirkham, Leeds Dental Institute, University of Leeds (UK). Die künstlich hergestellten Knorpelgewebe müssen einerseits auf ihre Funktion und Eigenschaften untersucht werden und andererseits muss gezeigt werden, ob das Gewebe in den Gelenken gut mit dem noch vorhandenen gesunden Knorpel verwachsen kann. Dafür werden in der Regel Versuchstiere verwendet. Mit den neu zu entwickelnden Zellkulturmethoden, soll es möglich werden, diese Untersuchungen weitgehend in vitro durchzuführen. Es wird angestrebt, diese Ersatzmethoden auch für die Routineprüfung weiter zu entwickeln. Projekt 112-08 |
| | Neues Projekt (März 2009) |  | Entwicklung eines in vitro Verfahrens zur Entwicklung von Maul- und Klauenseuche Impfstoffen als Ersatz für den in vivo Challenge Infektionstest Dr. Kenneth McCullough und Dr. A. Summerfield, Institut für Viruskrankheiten und Immunprophylaxe (IVI), Mittelhäuern Bei der Maul- und Klauenseuche (MKS) zeigen die Antigene eine breite Variation. Damit die Impfung erfolgreich verläuft, muss diese auf den aktuellen Virensubtyp abgestimmt und an Tieren geprüft werden (Challenge Infektions-Experimente). Als Ersatz für diese Versuche soll ein neuer, zuverlässiger in vitro Test entwickelt werden. Das Projekt wird im Rahmen eines EU-Konsortiums mit Zugang zu den Seren von vakzinierten Tieren, Reagenzien und mAbs durchgeführt. Damit wird auch eine internationale Validierung des in vitro Tests ohne zusätzliche Tiere möglich. Projekt 113-08 |
| | Neues Projekt (März 2009) |  | Reduktion der Anzahl von Fischen und deren Belastung in der akuten Toxizitätsprüfung von potentiellen Umweltschadstoffen (OECD Richtlinie 203). Dr. Hans Rufli, ecotoxsolutions, Basel. Bei der akuten Toxizitätsprüfung an Fischen (OECD Protokoll Nr. 203) werden oft zu hohe und zu tiefe Dosierungen der Prüfsubstanz in das Prüfverfahren miteinbezogen. Aus historischen Daten von hunderten von Agro- und Industriechemikalien sollte es möglich werden, retrospektiv, mit statistischen Methoden und der Simulation von Versuchsabläufen, den Dosisbereich zu optimieren und trotzdem gleichwertige Aussagen über die Toxizität von potentiellen Umweltschadstoffen zu erhalten. Damit könnten 10-30% der Fische für dieses Prüfverfahren eingespart werden. Projekt 114-08 | OECD Guideline 203 |
| | Nachweis von Schmerz bei der Maus mit Hilfe der Gen-Expression? (Februar 2009) |  | 3R-Info Bulletin 39 Dr. Paulo Cinelli und Igor Asner vom Institut für Labortierkunde, Universität Zürich, versuchten, die bei der Schmerzausprägung involvierten Gene zu identifizieren und deren Expression bei Mäusen zu messen. Daraus könnten, so die Erwartung, einfach anwendbare Tests zur Schmerzerkennung entwickelt werden. Dies ist eine Voraussetzung dass Schmerzmittel (sofern erforderlich) zur richtigen Zeit und in genügend hoher Dosis verabreicht werden können. Es wurden über 200 verschiedene Gene, in spezifischen Hirnregionen und mit zwei verschiedenen Operationsprotokollen, untersucht. Dabei wurden noch keine spezifischen Schmerz-Gene identifiziert und keine schmerzabhängige Gen-Expression festgestellt. Die Ergebnisse sind eine wertvolle Grundlage für weitergehende, bereits geplante Untersuchungen. 3R-Info Bulletin 39 | Projekt 96-05 |
| | Neue Expertin (Dezember 2008) |  | Am 11. Dezember 2008 hat der Stiftungsrat Frau Dr. Stefanie Schindler, Tierärztin und Naturwissenschafterin, von der Stiftung Animalfree Research, Zürich, als Mitglied des Expertenausschusses gewählt. Expertenausschuss |
| | In kultivierten Lungenzellen kann die schädliche Wirkung von Partikeln und gasförmigen Stoffen erkannt werden (Oktober 2008) |  | 3R-Info Bulletin 38 Prof. Dr. Marianne Geiser Kamber von der Universität Bern und ihre Mitarbeiterinnen isolierten Zellen aus der Lunge von Schlachtschweinen und entwickelten organtypische Kulturen. In den Kulturen können die Verhältnisse in der Lunge gut nachgebildet werden. Nicht nur die Zellen der Schleimhaut (Epithel) sondern auch Makrophagen und die Schleimsekretion selbst werden erhalten. Die letzten beiden sind wichtig für die Entfernung von Partikeln aus der Lunge. Die Anwendung dieses Tests sollte nicht nur zahlreiche Tierversuche ersetzen können, sondern gibt auch Auskunft über die Vorgänge bei einer möglichen schädlichen Wirkung von Stoffen. 3R-Info Bulletin 38 | Projekt 89-03 |
| | START-UP 2. Expertenmeeting in Basel (September 2008) |  | Scientific and Technological issues in 3Rs Alternatives research in the process of drug development and union politics Am 5. September 2008 fand auf dem Campus von Novartis in Basel das zweite Expertenmeeting im Rahmen des EU Projektes Start-up statt. Unter der Tagungsleitung von Prof. Peter Maier trafen sich 30 Experten aus Europa und den USA, aus sieben pharmazeutischen Firmen, um Vorschläge auszuarbeiten, wie man bei Krankheitsmodellen am Versuchstier die 3R weiterentwickeln und umsetzen könnte. Die Auswertung der erfolgreich verlaufenen Tagung ist Gegenstand eines Berichts von ecopa, welche das Projekt initiiert hat. Die Vorschläge sollen mithelfen, zukünftige Schwerpunkte in 3R relevanten EU-Projekten zu definieren.
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Informationen für Gesuchsteller und Projektleiter Termine Schwerpunkte Anleitung für ein Beitragsgesuch Gesuchsformular (Word) Formular für Jahresberichterstattung (Word) Richtlinien für Forschungsbeiträge Adressen Weitere 3R News  European Consensus Platform for 3R Alternatives to Animal Experimentation
 EU Alternative Testing Strategies: Progress Report 2009
 UK National Centre for the Replacement, Refinement and Reduction of Animals in Research
 The global clearinghouse for information on alternatives to animal testing
Aktuelle 3R Tagungen  European Congress on Alternatives to Animal Testing 2010 in Linz (A), September 2-4, 2010.
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