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Jahresbericht 2014 veröffentlicht (Juni 2015)
Am 26. Mai 2015 hat der Stiftungsrat den Jahresbericht 2014 über die Tätigkeit der Stiftung im Jahre 2014 verabschiedet und die Jahresrechnung genehmigt. Für Forschungsbeiträge wurden Fr. 401 912.85.00 ausbezahlt. Vier neue Projekte wurden genehmigt und acht Projektabschlüsse konnten gewürdigt werden. Der Stiftungsrat und der Expertenausschuss wurden für weitere vier Jahre wieder gewählt.
Jahresbericht 2014 | PDF-Version

Neues Projekt (Dezember 2014)
Validierung der Pluripotenz von humanen Stammzellen mittels eines neuen Bioreaktor-basierten Kultursystems.
Prof. Dr. med. Christian de Geyter, Universitätsspital Basel, Universität Basel, Departement für Biomedizin, 4031 Basel, Schweiz
Nach der Isolation (oder Vermehrung) von Stammzellen aus Spendergeweben muss geprüft werden, ob diese Zellen immer noch die für Stammzellen typische Fähigkeit haben, sich in verschiedene Typen von Geweben zu differenzieren (Pluripotentialität). Solche Prüfungen der Multipotentialität von Stammzellen werden nach internationalen Richtlinien i.d.R. an `nackten` Mäusen durchgeführt (an Mäusen ohne funktionelles Abwehrsystem).
Die Autoren schlagen die Entwicklung eines neuen Bioreaktorsystems vor, welches es erlauben wird, die Differenzierung von Stammzellen in die verschiedenen Gewebetypen in vitro zu untersuchen.
Projekt 142-14

Projektabschluss (Dezember 2014)
Neue Strategie für die Antikörperherstellung mit Hilfe der Phagen-Selektions-Methode für die Anwendung in nicht spezialisierten Labors
Prof. Dr. Christian Heinis, Labor für Therapeutische Peptide und Proteine, EPFL, Lausanne, Schweiz
Antikörper für die Forschung werden nach wie vor überwiegend durch Immunisierung von Versuchstieren gewonnen. Prof. Heinis und seinem Team ist es gelungen, eine Methode zur Antikörperherstellung mittels Phagen-Selektion zu entwickeln, die kostenlos und ohne Einschränkungen durch geistiges Eigentum interessierten Labors zur Verfügung gestellt wird. Ausgehend von dieser Phagen-Bibliothek können ausgewählte Antikörper in vitro isoliert werden, ohne auf Standard-Methoden mittels Immunisierung von Tieren zurückzugreifen. Diese Phagen-Selektions-Methode erfordert bedeutend weniger Versuchsschritte, was die Anwendung in nicht-spezialisierten Labors erleichtern sollte. Mit der vorgeschlagenen Methode können Tierversuche ersetzt werden, die üblicherweise der Herstellung von polyklonalen oder monoklonalen Antikörpern dienen.
Projekt 131-12

Genetische Manipulation von kultivierten humanen Lungenepithelien – ein Modell zum Studium der Interaktion zwischen Viren und Epithelien der Lunge (November 2014)
3R-Info Bulletin 53
Die Oberflächen der menschlichen Luftwege sind „Einfallstor“ für Infektionskrankheiten und bilden zugleich eine wichtige Schranke vor Infektionen. Modelle zur Untersuchung der Mechanismen sind rar und die Forschung basiert vor allem auf Tierversuchen. Prof. Thiel und seinem Team gelang es, ein Modell mit menschlichen Epithelzellen zu entwickeln, das es ermöglicht, in vitro die Epithelzellen genetisch zu manipulieren und die Interaktion von Epithel und pathogenen Keimen auf der molekularen Ebene zu analysieren.
3R-Info Bulletin 53 | Projekt 128-11

Neues Projekt (Oktober 2014)
Entwicklung eines allgemein anwendbaren in vitro-Verfahrens zur Bioakkumulationstestung von xenobiotischen Substanzen (oder Toxinen) in Fischen.
Prof. Dr. Helmut Segner, Universität Bern, Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin, 3012 Bern, Schweiz
Xenobiotische Substanzen sind chemische Verbindungen, die in Organismen, wo sie normalerweise nicht vorkommen, als Fremdsubtanzen angehäuft werden (z.B. Toxine). Gemäss OECD-Richtlinien (TG 305, Guidelines for Testing of Chemicals, Degradation and Accumulation) müssen solche Substanzen an Tieren auf ihre Gefährlichkeit geprüft werden. Für solche Tests sind hohe Tierzahlen erforderlich.
Der Projektleiter entwickelte bereits ein Leberzellkultursystem mit Zellen aus Forellen, einem Kaltwasserfisch, welches solche Tests in vitro ermöglicht (Projekt 108-07). Nun soll dieses System für Leberzellkulturen von Karpfen, einem Warmwasserfisch, adaptiert werden, um die in vitro-Testung in den verschiedenen Weltregionen zu ermöglichen.
Projekt 141-14

Neues Projekt (Oktober 2014)
Ein Simulator für die Pathologie des Wasserkopfes (Hydrocephalus), um Ventile und Shunts zur Hirnwasserableitung in den Bauchraum (Ventrikuloperitonealer Shunt) zu prüfen.
Dr. Marianne Schmid Daners, ETH Zürich, Institute for Dynamic Systems and Control, 8092 Zürich, Schweiz
Die heutige Generation von Ventilen und Shunts, die zur Behandlung der Krankheit des Wasserkopfes (Hydrocephalus) eingesetzt werden, ist veraltet. Es kommt oft zu Verstopfungen des künstlich angelegten Abflusssystems für das Hirnwasser vom Hirn in den Bauchraum. Die Funktionstüchtigkeit von Neuentwicklungen wird i.d.R. in Versuchen mit grösseren Tieren getestet.
Um solche Tierversuche zu vermeiden, wird eine neue Plattform entwickelt, welche aus einem Simulator besteht, der die Testung von ventrikuloperitonealen Shunts in vitro erlauben wird.
Projekt 140-14

Neues Projekt (Oktober 2014)
Ein neues mikrovaskuläres in-vitro Kultursystem der Blutgefässwand mit einer funktionalen Endothelbarriere.
Dr. Marietta Herrmann, AO Research Institute Davos, 7270 Davos Platz
Die Wände der Blutgefässe, die mit Endothelzellen austapeziert sind, und die ihrerseits von Pericyten bedeckt sind, kontrollieren den Stofftransport (Nährstoffe, Gase wie Sauerstoff, etc.) in beide Richtungen (vom Blutraum zu den Gewebezellen und umgekehrt). Auch Zellen wandern durch diese Wand, z.B. Abwehrzellen, welche vom Blutraum her ins Gewebe austreten, um eingedrungene Krankheitserreger zu eliminieren. Studien zu den Mechanismen der Stoff- und Zellwanderung werden i.d.R. in Tierversuchen (v.a. mit transgenen Mäusen) durchgeführt.
Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Schaffung eines neuen in-vitro Kultursystems für die Gefässwand, welches solche Studien in-vitro erlauben wird.
Projekt 139-14

Jahresbericht 2013 veröffentlicht (Juni 2014)
Am 6. Mai 2014 hat der Stiftungsrat den Jahresbericht 2013 über die Tätigkeit der Stiftung im Jahre 2013 verabschiedet und die Jahresrechnung genehmigt. Für Forschungsbeiträge wurden Fr. 568 479.00 ausbezahlt. Vier neue Projekte wurden genehmigt und drei Projektabschlüsse konnten gewürdigt werden. Im Übrigen beschloss der Stiftungsrat eine weitgehende Erneuerung von Stiftungsrat und Expertenausschuss.
Jahresbericht 2013 | PDF-Version

Ein neues in-vitro-Verfahren zum Studium von Gehirntumoren als Alternative zu Tierversuchen (Juni 2014)
3R-Info Bulletin 52
Glioblastomas sind die häufigsten und bösartigsten Gehirntumore beim Menschen. Tierversuche in der Glioblastomforschung sind äusserst belastend, weil dabei ein Tumor ins Gehirn von Mäusen eingepflanzt wird. Dr. Olivier Preynat-Seauve gelang es mit seiner Forschergruppe an der Universität Genf, ein Zellkulturmodell zu entwickeln, das es erlaubt, die Interaktion zwischen Tumorzellen und Nervengewebe zu simulieren. Dieses Modell kann dazu beitragen, schwer belastende Versuche an Mäusen zu ersetzen.
3R-Info Bulletin 52 | Projekt 115-09
Informationen für Gesuchsteller und Projektleiter

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Schwerpunkte

Anleitung für eine Projektskizze

Anleitung für vertiefenden Projektbeschrieb

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