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Jahresbericht 2013 veröffentlicht (Juni 2014)
Am 6. Mai 2014 hat der Stiftungsrat den Jahresbericht 2013 über die Tätigkeit der Stiftung im Jahre 2013 verabschiedet und die Jahresrechnung genehmigt. Für Forschungsbeiträge wurden Fr. 568 479.00 ausbezahlt. Vier neue Projekte wurden genehmigt und drei Projektabschlüsse konnten gewürdigt werden. Im Übrigen beschloss der Stiftungsrat eine weitgehende Erneuerung von Stiftungsrat und Expertenausschuss.
Jahresbericht 2013 | PDF-Version

Ein neues in-vitro-Verfahren zum Studium von Gehirntumoren als Alternative zu Tierversuchen (Juni 2014)
3R-Info Bulletin 52
Glioblastomas sind die häufigsten und bösartigsten Gehirntumore beim Menschen. Tierversuche in der Glioblastomforschung sind äusserst belastend, weil dabei ein Tumor ins Gehirn von Mäusen eingepflanzt wird. Dr. Olivier Preynat-Seauve gelang es mit seiner Forschergruppe an der Universität Genf, ein Zellkulturmodell zu entwickeln, das es erlaubt, die Interaktion zwischen Tumorzellen und Nervengewebe zu simulieren. Dieses Modell kann dazu beitragen, schwer belastende Versuche an Mäusen zu ersetzen.
3R-Info Bulletin 52 | Projekt 115-09

Projektabschluss (Mai 2014)
Kultivierte Fisch-Hepatozyten zur Bestimmung der metabolischen Ausscheidungsraten zur Reduktion oder als Ersatz der Bestimmung der Bioakkumulation im Fisch
Prof. Dr. Helmut Segner, Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin, Universität Bern, Schweiz
Zahlreiche Substanzen, die wir im täglichen Leben verwenden (Reinigungsmittel, Kosmetika, Medikamente etc), welche im Abwasser weggeführt werden, können in der Natur nicht abgebaut werden. Sie akkumulieren danach in diversen Lebensräumen und Lebewesen (Bioakkumulation) mit schädlichen Auswirkungen auf Flora, Fauna, Trinkwasserqualität etc. Die Probleme der Bioakkumulation werden u.a. mittels Forellen untersucht. Prof. Segner und seinem Team gelang die Entwicklung eines neuen in-vitro-Testverfahrens mittels Leberzellkulturen von diesen Fischen, welches den Test an lebenden Tieren ersetzen kann.
Projekt 108-07

Projektabschluss (Mai 2014)
Gewebeschnittkulturen von Schlachttieren als in-vitro-Alternative zur Untersuchung von spongiformen Enzephalopathien bei Wiederkäuern
Prof. Dr. Anna Oevermann, Vetsuisse Fakultät, Universität Bern, Schweiz
Infektionen des Gehirns (bzw. des Zentralnervensystems), beispielsweise durch Bakterien (Listerien), Viren (BSE) oder aktive Eiweissmoleküle (Prione) führen meist zu einem schwerwiegenden Krankheitsverlauf bei Mensch oder Tier. Für die Erforschung dieser Krankheiten fehlt es an Labormodellen (Simulation im Reagenzglas). Prof. Oevermann gelang die Entwicklung eines Kulturmodells für die Forschung auf diesem Gebiet, unter Verwendung von Nervengewebe von Tieren aus dem Schlachthof
Projekt 116-09

Projektabschluss (Mai 2014)
Embryonale Stammzellen als in vitro Modell für die Gewebereaktion gegenüber Implantatmaterialien
Prof. Dr. Maria Wartenberg, AG Molekulare Kardiologie, Universitätsklinikum Jena, Deutschland
Die Entwicklung neuer Implantatmaterialien für Hüftprothesen etc. umfasst u.a. auch die Testung ihrer Gewebeverträglichkeit. Diese wird in der Regel im Tierversuch geprüft. Prof. Wartenberg gelang es, unter Verwendung von embryonalen Stammzellen einen Gewebeverträglichkeitstest zu entwickeln, der bereits im Reagenzglas wertvolle Information liefern kann in Bezug auf die Bioverträglichkeit.
Projekt 117-09

Projektabschluss (Mai 2014)
Liposomen als funktioneller Ersatz für Nervenzellen für den Nachweis der Potenz von Toxinen mit mehrstufiger Wirkungsweise wie z.B. das Botulinum Neurotoxin (BoNT
Dr. Oliver G. Weingart, Institut für Lebensmittelwissenschaften, Ernährung u. Gesundheit, ETH Zürich, Schweiz
Das Botulinusgift ist nicht nur eine gefährliche Substanz, die bei Infektionen durch Bakterien produziert wird, und die krankmachende Nervenlähmungen verursachen kann, sondern es wird auch in der Kosmetik eingesetzt, um eine Straffung der alternden Haut zu erzielen. Tests dafür werden in der Regel in Tierversuchen durchgeführt. In diesem Projekt gelang es Dr. Weingart, einen Schritt weiterzukommen in der Entwicklung eines neuen in-vitro-basierten Wirksamkeitstests für dieses Gift.
Projekt 125-11

Projektabschluss (Mai 2014)
Entwicklung und Validierung eines Modells für Untersuchungen von myeloiden Blutzellen
Dr. Charaf Benarafa, Theodor Kocher Institut, Universität Bern, Schweiz
Die Abwehrzellen im Blut haben nur eine kurze Lebensdauer (Stunden); deshalb werden für die Forschung mit diesen viele Spendertiere benötigt. Um dies in Zukunft zu vermeiden, versuchte Dr. Benarafa mit seinem Team, solche Zellen „unsterblich“ zu machen, damit viel weniger oder keine Spendertiere benötigt werden. Bedauerlicherweise zeigte sich, dass derart transformierte Zellen wichtige Abwehrfähigkeiten und Eigenschaften verlieren, sodass sie für die Forschung nicht mehr nützlich wären.
Projekt 126-11

Projektabschluss (Mai 2014)
Genetische Modifikation von kultivierten humanen Lungenepithelien – ein Modell zum Studium der Interaktion zwischen Viren und Epithelien der Lunge
Prof. Dr. Volker Thiel, Institut für Immunbiologie, Kantonsspital St. Gallen, Schweiz
Zahlreiche Infektionskrankheiten bei Menschen finden ihren Anfang in den Luftwegen des Atmungsapparates, wo die eindringenden Krankheitskeime an die Oberflächenauskleidung (Epithel) der Luftwege andocken und eindringen (Erkältung, Grippe etc). Die Forschung auf diesem Gebiet stütz sich vor allem auf Tierversuche. Prof. Thiel gelang es, ein Epithelzellmodell in vitro zu etablieren, das nun das Studium dieser Krankheitsentstehung im Atemapparat in vitro erlauben wird.
Projekt 128-11

Projektabschluss (Mai 2014)
Einsatz einer Mikroflüssigkeitskammer zum Studium der mitochondrialen Transporte bei der Regeneration von Nervenfaserfortsätzen nach deren Verletzung
Prof. Dr. Zhigang He, Children’s Hospital Boston, USA
Die Erforschung der Heilungsvorgänge an verletzten Nervenfasern (Axone) und die Prüfung neuer Wirksubstanzen zur Förderung dieser Heilung geschieht vor allem an Tiermodellen. Prof. He und seinen Kollegen vom Children’s Hospital Boston in den USA ist es gelungen, ein neues in-vitro-System zu entwickeln, das es erlaubt, die frühen Ereignisse während der Heilung dieser Fasern unter Kulturbedingungen zu untersuchen.
Projekt 129-11

Projektabschluss (Mai 2014)
Identifizierung von prädiktiven in-vitro-Markern für hämatopoietische Stammzellen und deren Funktionen
Prof. Dr. Matthias P. Lutolf, Laboratory of Stem Cell Bioengineering, Institute of Bioengineering EPFL, Lausanne, Schweiz
Menschliche blutbildende Stammzellen werden in der Medizin erfolgreich angewandt bei der Behandlung von Leukämien. Dabei müssen in zahlreichen Versuchen vor der Behandlung die Stammzelleigenschaften und verschiedene andere Funktionen und Fähigkeiten dieser Zellen abgeklärt werden. Meistens geschieht dies in Tierversuchen. Prof. Lutolf ist es gelungen, eine neue in-vitro-Nachweismethode zu erarbeiten, welche es erlaubt, einen Teil dieser Tests in vitro mittels neuer Marker auszuführen.
Projekt 132-12

Neuer Präsident des Stiftungsrats (Dezember 2013)
Am 2. Dezember 2013 hat der Stiftungsrat Herrn Ständerat Joachim Eder, Ständerat des Kantons Zug, als neues Mitglied und Präsidenten des Stiftungsrats gewählt. Er folgt auf Frau Ständerätin Christine Egerszegi, die sich aus dem Stiftungsrat zurückzieht.
Stiftungsrat

Neues Mitglied des Stiftungsrats (Dezember 2013)
Am 2. Dezember 2013 hat der Stiftungsrat Herrn Dr. med. vet. Kaspar Jörger, Leiter der Abteilung Tierschutz des (neuen) Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), als neues Mitglied des Stiftungsrats gewählt. Er folgt auf Herrn Prof. Dr. Hans Wyss, Direktor des Bundesamtes für Veterinärwesen, der sich aus dem Stiftungsrat zurückzieht.
Stiftungsrat

Ein neues in-vitro-Evaluationsverfahren für die Wirksamkeitsprüfung von Impfsubstanzen gegen Maul- und Klauenseuche als Ersatz für die Testung am Tier (November 2013)
3R-Info Bulletin 51
Die Maul- und Klauenseuche ist eine Viruskrankheit beim Rind und Schwein mit schrecklichen Folgen für das einzelne befallene Tier, aber auch mit schwerwiegenden Folgen in epidemiologischer Hinsicht, wenn es einmal zu einem Krankheitsausbruch gekommen ist. Impfstoffe, die nach einem Seuchenausbruch eingesetzt würden, müssen auf den aktuellen Virustyp der Maul- und Klauenseuche abgestimmt werden. Das geschieht in hochbelastenden Expositionsversuchen am lebenden Tier. Im Projekt gelang es Prof. Artur Summerfield und Mitarbeitern am Institut für Virologie und Immunologie (IVI), Mittelhäusern, Schweiz, ein neues in vitro basiertes Wirksamkeitstestverfahren zu entwickeln, das die konventionelle serologische Testung am Tier überflüssig machen wird. Der Test wird nun im Rahmen eines europäischen Konsortiums (FMD-DISCONVAC) weiter validiert.
3R-Info Bulletin 51 | Projekt 113-08

Neues Projekt (Oktober 2013)
Optimierung eines funktionellen in vitro-Verfahrens zum Nachweis der biologischen Aktivität von Botulinum Neurotoxin (BoNT)
Marc-André Avondet und Prof. Dr. Stephen Leib, Gruppe Toxinologie, Labor Spiez, BABS, Schweiz
Botulinum Neurotoxine sind pathogene Ausscheidungsprodukte (Eiweisse) von Bakterien (Clostridium-Botulinum). Sie werden in der Medizin jedoch auch zur Behandlung verschiedener Krankheiten verwendet, wie der Dystonie, der Hyperhidrose, des Schielens, von chronischen Schmerzen oder von Kopfweh etc. Diese Neurotoxine werden auch in grossem Umfang in der kosmetischen Industrie und der Schönheits-Chirurgie zur Antifalten-Behandlung der alternden Haut angewandt. Bei der industriellen Produktion neuer Einheiten dieses Neurotoxins für den Verkauf werden in Europa und den USA jedes Jahr weit über eine halbe Million Mäuse für Testzwecke verbraucht. In diesem Projekt wird ein neuer, Liposomen-basierter Wirksamkeitstest erarbeitet, der es ermöglichen soll, in Zukunft auf die Wirksamkeitstestung am Tier zu verzichten.
Projekt 138-13

Neues Projekt (Oktober 2013)
Validierung eines neuen humanen Mikroglia in-vitro-Modells
Prof. Dr. Luis Filgueira, Departement für Medizin, Universität Freiburg, Schweiz
Die lokalen Abwehrzellen im Gehirn werden Mikroglia genannt. Diese spielen eine zentrale Rolle bei verschiedenen Krankheiten des Gehirns, namentlich bei der Abwehr von infektiösen Agentien, bei entzündlichen Reaktionen, aber auch bei regenerativen Prozessen nach Verletzungen oder bei degenerativen Prozessen (Alzheimer`sche Krankheit). Um diese verschiedenen Krankheiten studieren zu können für die Entwicklung neuer Medikamente werden in der Regel Tiermodelle verwendet oder, für in-vitro-Untersuchungen, Mikrogliazellen von Tieren entnommen. Die Forschergruppe hat herausgefunden, dass weisse Blutkörperchen (Monocyten) vom Menschen in vitro in Mikroglia umgewandelt werden können. Diese Erkenntnis erlaubt Studien in vitro zu simulieren, ohne dass Spendertiere benötigt werden. In diesem Projekt geht es darum, das humane in-vitro-Mikroglia-Modell zu validieren.
Projekt 137-13

Neues Projekt (Oktober 2013)
Entwicklung eines neuen in-vitro-Wirksamkeitstests für die Clostridium chauvoei Impfung: Ersatz des Wirksamkeitstests an Meerschweinchen
Prof. Dr. Joachim Frey, Institut für Veterinärbakteriologie, Universität Bern, Schweiz
Der Rauschbrand ist eine schwere Erkrankung beim Rind und Schaf, die von einer bakteriellen Infektion mit Clostridien ausgeht. Sie kann ausgedehntes Absterben von Gewebe bewirken, insbesondere von Muskelgewebe, was dann oft zum Tode führt. Die Entwicklung neuer oder die Verbesserung bestehender Impfstoffe gegen Rauschbrand bedingt die Durchführung von Wirksamkeitstests an Tieren; zu diesem Zweck werden meistens Meerschweinchen verwendet. Solche Tests sind von hohem Schweregrad. Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung eines neuen in-vitro-Assays, der es erlaubt, den gegenwärtig angewandten Test an lebenden Meerschweinchen vollständig zu ersetzen.
Projekt 136-13

Neues Projekt (Oktober 2013)
In-vitro-Engineering eines dynamischen Arteriosklerosemodells mittels humanen dreidimensionalen Zellsystemen
Dr. Benedikt Weber, Zentrum für Regenerative Medizin, Universität Zürich, Schweiz
Die häufigste Todesursache beim Menschen in der westlichen Hemisphäre sind kardiovaskuläre Krankheiten. Als Grundkrankheit liegt meist eine Arteriosklerose vor, eine Krankheit der Blutgefässwände, die oft assoziiert ist mit Übergewicht, zuviel Stress, Rauchen, erblicher Veranlagung etc. Um die Krankheitsentstehung zu erforschen für die Entwicklung und das Testen neuer Medikamente, werden heute verschiedene Tiermodelle verwendet. In diesem Projekt geht es darum, ein neues in-vitro-Modell zu entwickeln für die Simulation dieser Erkrankung, wobei humanes Zellmaterial verwendet werden soll, das bei chirurgischen Eingriffen als Restmaterial anfällt
Projekt 135-13

Neues Mitglied des Stiftungsrats (Oktober 2013)
Am 31. Oktober 2013 hat der Stiftungsrat Herrn Dr. med. vet. Philippe Bugnon, Mitarbeiter des Instituts für Labortierkunde an der Universität Zürich, als neues Mitglied des Stiftungsrats gewählt. Er folgt auf Frau Silvia Matile-Steiner, die in den Ruhestand getreten ist.
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